Wanderung Ulrichen – Glurigen / Goms

Ein Wintermärchentag mit wandernden Panthern im verschneiten Goms mit strahlendblauem Himmel. Das Ganze zur Abwechslung einmal auf Bärndütsch berichtet.

Bericht von Ursula Saillen
Fotos von Christiane Bracher, Daniel Megert und Günther Kräuter

«Wider mau früeh ufstah» heisst’s scho im Bahnhof Bärn, Träffpunkt 07.50 Uhr. Aber aui wei ja ad Sunne – auso los…

Im Zug si Plätz schön reserviert (immerhin simer 27 Teilnähmendi), zum Glück. Denn Volk, Volk, Volk, egau i welem Bahnhof: Volk. Schön Wätter, Sportwuche, aui si uf de Bei u wei natürlech ou ad Sunne wie mir.

Vo Brig obsi Richtig Ulrichen natürlech z’gliche Bild und ou da… zum Glück reserviert.

Mit chli Verspätig simer in Ulrichen acho und diräkt iz Beizli gschtüret, wo Kafi u Gipfeli scho gwartet hei. Ändlech es Kafi u scho chunnt’s vo Rita: «Wemer zaut hei, gömer» u so simer am 11.15 Uhr vorusse gstande, wo sie üs als Leiterin hochoffiziell willkomme gheisse het zur hüttige Wanderig. Und ja, was wottme da säge: Schnee, blaue Himmu, Sunne ohni Ändi und – vor allem – ke Wind. Mir si motiviert, dr Jean-Pierre macht hinger dr «Schwanz» und los geits.

Welche Wonne. So öpis schöns tuet eim eifach guet nach all dene Näbutäg im Flachland. Mir gniesses, hei Platz ufem Wäg, dr Schnee knirscht unger de Füess u die linggi Gsichtshälfti überchunnt scho e volli Ladig Vitamin D.

Die einte loufe chli schnäller, die angere chli lngsemer, aber immer gits mau e Stopp, warte, bismer wider aui zäme si.

Gmüetlechkeit u Wermi pur. Hie es Wort, da es Gspräch, me kennt sech oder äbe no nid so wie ig, wo z’erschte Mau derbi bi u scho dr Bricht darf schribe.

In Münster am Bahnhof, so ca. am 12.15 Uhr: «Mir mache hie 10 Minute Pouse» u scho nimmt Rita es Seckli vou Schöggeli füre. «Jedes nimmt zwöi, ig ma die nümm heinäh». Das muess si üs natürlich nid zwöimau säge. Nach es paar Minute ghöri «Mir gö witer» vo irgendöperem. U da chunnts vo näbedranne: «Siter aui uf dr Keramikabteilig gsy?» Was isch de das wider? U da grinset eim dr Günter ah u zeigt mitem Blick gäge z’WC. Gelächter rundum – u scho wider öpis glehrt.

So geits witer übers Fäud ih, d’Sunne schynt scho fasch vo vore, nomau es guets Stündli u scho simer z’Reckingen. Näbe dr Chiuche obedüre verbi, links abe, rächts ume Egge u stöh vorem Restaurant, wo mir entweder Reis mit gschnätzeltem Pouletfleisch, oder Gmüesravioli are Kokossauce tüe gniesse.

Ou hani gseh, dass es paar no Gluscht hei gha ufenes Stück Chueche mit Rahm natürlech. Wenn schon, denn schon.

Wasme hie mues feschthalte isch, dass si üs im Joppi hei usgnoh wie Wiehnachtsgäns. Es zwöierli Rote für 18.- Franke oder es ordinärs Teeli für 6.- isch «übers Näscht abe zoge». Da muesme nümme ichere!

Dr gröscht Teil isch no bis Gluringen witergloffe und es paar wenegi hei sich no Reckingen agluegt. Um 15.30 Uhr isches heizue gange. Leider isch nume a 2 Fänster e Reservationszeu ghanget, so dass die Abteil aui scho bsetzt si gsy. U da het Rita würklech no es paar Sitzplätz für üs müesse freischufle. Isch ihre aber mit vollem Charme glunge, so dass ou aui Zuestiger in Gluringen es Plätzli gfunge hei. Zum Glück.

Um die Zyt wider a jedem Bahnhof: Volk, Volk, Volk. U mir aui schön ghöcklet. Fröide herrscht! 🙂

In Brig heimer sofort aui Platz gfunge u die wo no läär si gsy, si in Visp bsetzt worde. Überau Perron’s schwarz vo Lüt. Das schöne Wätter lockt haut… Gäge 18 Uhr simer z’Bärn acho: «Riiiitaaaaa, merci viu mau, hesch du toll organisiert, het aues wunderbar klappet, so schön gsy – mir danke dir!» Und somit Tschüss zäme, bis zum nächste mau, heit e gueti Zyt.

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