Geschichtsträchtiges Waldshut

Eine beachtliche Anzahl an Panthern trotzte den winterlichen Temperaturen und folgte Pia nach Waldshut. Der Stadtrundgang wurde gekrönt von einem Mittagessen im Waldshuter Hof - und alle fuhren zufrieden heim.

Bericht von Ruth Aegler
Fotos von Yolande Burnod

Wir Panther gehen gern auf Reisen
Wollen Schönes sehen und gut speisen.
Für den heut’gen Ausflug ging’s im Nu
Per Bahn und Bus gen Waldshut zu.

Nach der Ankunft geht’s mit einigen Schritten zum Eingang des historischen Städtlis.  Zum «oberen Tor», in einem Turm der alten Stadtbefestigung aus dem 13. JH. und heute Wahrzeichen von Waldshut. Ehemals auch Wohnung der Feuerwache, denn Waldshut war eine hölzerne Stadt bei seiner Gründung und wurde von vielen zerstörerischen Bränden heimgesucht.

Im Laufe der Zeit wurde es immer wieder aufgebaut, erneuert und erhöht in Stein. So liegt jetzt vor uns das «jung gehaltene Mittelalter» mit seiner breiten Hauptgasse, in deren Mitte einmal der Stadtbach floss und seinen Brunnen. Heute säumen gepflegte Bürgerhäuser in hellen Pastellfarben die Gasse, verbreiten eine freundliche Atmosphäre und man erkennt ihre jahrhundertalte Vergangenheit erst an der gleichmässigen Aufteilung der ehemaligen Hofstätte, die z. T. beibehalten wurden. Ebenfalls Zeugen jener Zeit, in der man noch keine Hausnummern kannte, sind die aufgemalten besonderen Namen wie «zur Rose», «zur Elster» etc. oder Medaillons, deren Namen an die Vorfahren/Besitzer erinnern. Die Parterre-Räumlichkeiten sind belegt mit Geschäften: Metzgerei, Apotheke, kleine Bäckereien, Cafés, Restaurants, Boutiquen. Bei wärmerer Temperatur wird man draussen mit Tischen und Stühlen das Trottoir möblieren und die Auslagen der Geschäfte unter freiem Himmel bewundern können. Eine einzigartige Shoppingmeile zum Lädele. Heute fegt jedoch ein eisiger Nordwind durch die Gasse.

Wir schlagen den Kragen hoch, schwärmen individuell aus, um doch die Besonderheit Waldshuts in uns aufzunehmen. Wir freuen uns auf die Wärme im gepflegten Restaurant Waldshuter Hof. Dort ist der Mittagstisch für uns gedeckt. Weisse Tischtücher, gestärkte Servietten, ein Dreigangmenu von Pia liebevoll ausgesucht. Bis der «Gruss aus der Küche» (amuse-bouche) uns das Warten verkürzt wird noch eifrig diskutiert, doch dann herrscht andächtige Stille und wir geniessen das feine Essen. Uns bleibt noch kurze Zeit zum Flanieren, dann treten wir pünktlich die Heimreise an.

Herzlichen Dank dir, liebe Pia, für deine sorgfältigen Vorbereitungen und souveräne Führung. Du hast uns allen einen wunderschönen Tag geschenkt.                 

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