Das Beste kam zum Schluss

10 Jahre und 55 Filme - der Abschied fiel schwer nach so langer Zeit. Doch das Ciné Soir-Team freut sich schon auf seine Nachfolger und feierte den Abend mit diesem herrlichen Film.

Bericht von Carola Androwski
Fotos von Christiane Bracher

«Hoffentlich verspreche ich mich nicht ausgerechnet heute!» Margrit Berger, elegant wie immer, ist sichtlich nervös – und auch ein bisschen feucht um die Augen.

Kein Wunder, denn dieses letzte Ciné Soir-Event ist nicht nur das letzte des Winterhalbjahres 2023/24, sondern auch der letzte Auftritt des Organisationsteams Margrit Berger, Trudi Kummer und Ruedi Hösli. Aber davon später mehr.

Zuerst stellt Margrit den Film des Abends vor, der sinnigerweise «Das Beste kommt zum Schluss» heisst, Regisseur Rob Reiner, Hauptdarsteller Jack Nicholson und Morgan Freeman. Sie stimmt ihr Publikum ein auf die beiden Hauptdarsteller und auf die wunderbar märchenhafte Geschichte, die nun auf der Leinwand folgt. Als technischen Verantwortlichen stellt Margrit bereits vor dem Film Jean-Pierre Guenter vor, eines der vier Mitglieder des Nachfolgeteams, bestehend aus Ursula Hürzeler, Sonia Joss, Hanna Schweizer und eben Jean-Pierre Guenter.

Der Film schlägt alle in seinen Bann – komisch, traurig, verrückt und weise: Dieser Film spielt auf allen Instrumenten. In einem Krankenhaus treffen sich zwei Krebskranke im Endstadium: der amoralische weisse Klinikbesitzer und Milliardär Edward Cole und der hochgebildete schwarze Automechaniker Carter Chambers. Die beiden freunden sich an und beschliessen, ihren Tod nicht einfach zu erwarten, sondern alle die Sachen zu tun, die sie schon immer tun wollten. Mit Coles Mitteln gehen sie auf Weltreise. Als es Chambers schlechter geht, will dieser nachhause. Er stirbt umgeben von seiner Frau und Familie, aber erst, nachdem er Cole überredet hat, sich mit seiner Tochter zu versöhnen. Cole wird 81 Jahre alt und stirbt, so der Film «mit geschlossenen Augen, aber offenem Herzen».

Und dann begann der Abschied der Film-Crew: Nach 10 Jahren Ciné Soir und 55 Filmen findet Margrit, «jetzt müsse einmal etwas Neues her» und so hat sich das Film-Team in aller Stille Nachfolger gesucht und in der oben genannten Besetzung gefunden. (Wie wunderbar! Wenn es doch nur jede Veranstaltungsgruppe so machen würde! Anm. d. Panther-Redaktion)

Dann beginnt der Reigen der kleinen Anerkennungs-Gschenkli, mit Susanne Sommer: jedem wird ein geheimnisvolles Säckchen übergeben und ein Dankeschön für die vielen tollen Kino-Stunden.

Ja, und dann tritt Sylvia Den, bekannt für ihre wundervollen Überraschungsmomente vor und berichtet von der neuen Awards-Kategorie der Oscar-Prämierungen: Das beste ausländische Film-Team! Unnötig zu sagen, dass dieses, uns bestens bekannte, Panther-Team anschliessend mit Oskars versorgt und innig umarmt wurde. Auch die Schoggi-Zigarren fürs Oscar-Publikum dürfen nicht fehlen und so ziehen alle, beschwingt Schokolade knabbernd, von dannen – die einen zum Abendessen, die anderen nachhause.

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