Von Konolfingen nach Linden

Unter Heinz und Sylvias kundiger Leitung fand am 22. Mai die erste sogenannte «Trilogie» statt - leider mit wenig Fernsicht.

Bericht von Margrit Berger
Fotos von Margrit Berger

Konolfingen, oft das Tor zum Emmental genannt, erlebte 1864 durch die Eröffnung des Bahnhofs auf der neuen Eisenbahnstrecke zwischen Bern und Langnau einen Entwicklungsschub und erlangte 1899 Bedeutung und Aufschwung mit der Anbindung an die Bahnlinie  Burgdorf – Thun. Bekannt wurde der Ort auch durch den Sitz der seinerzeitigen Berneralpen Milchgesellschaft, unter anderem mit den verschiedenen und berühmten Sorten des Desserts Stalden Crème!

Zum Startkaffee gab’s allerdings keine Stalden Crème, dafür schmackhafte Gipfeli in Kleinformat. Gestärkt und frohgelaunt starteten wir zur ersten Wanderung der von Heinz ernannten Trilogie.

Erster Stopp Skulpturengarten:  Diese Basaltsteine (bis zu 19 Tonnen schwer), aus einem Steinbruch in der Eifel stammend, standen ursprünglich in Eriswil beim Künstler Franz Eggenschwiler. Basalt ist ein Vulkangestein; und je nachdem, wie schnell die Lava erkaltet, bildet sich ein Gesteinsgefüge Fritz Bay, Baumeister aus Konolfingen, hatten es die Steine schon immer angetan, also kaufte er gleich 40 Stück. Mit der Gestaltung einer würdigen Parkanlage befasste sich sein Sohn; die grossen Skulpturen wurden kreisförmig aufgestellt mit einer Art Altar in der Mitte. Es entstand ein eher karger Platz, sozusagen ein Kontrapunkt zur modernen Siedlung. Moose bedecken die dunkelgrauen, ehrwürdigen Steine, Gräser, Sträucher und Blumen umgeben sie, als würden die Kolosse schon ewig hier stehen. Bei längerem Betrachten sieht der Besucher sogar Gestalten…

Zweites kurzes Innehalten gab’s im Park des Seminarhotels Schloss Hünigen, wo prächtiges altes Baumwerk, gepaart mit Kunstobjekten vom bekannten Künstler House Knecht, unsere Aufmerksamkeit erheischte.

Abwechselnd durch Wald und Wiesengelände steigend, erreichten wir zum Picknick den Güggel, eine wahre Aussichtsterrasse über Hügel und «Chräche»; doch die Fernsicht blieb uns leider verwehrt – Wolkentürme verdeckten die Schneeberge… Mit ersten Regentropfen traten wir, farbig verhüllt und beschirmt, den Abstieg an via Aebersold, vorbei an ausladendem Weideland, ab und zu gekrönt mit einer typischen Linde, und währschaften gepflegten Bauernhäusern. Glücklich dem Regen entkommen, gelangten wir zeitgerecht nach Linden, perfekt zum Auslauftrunk und regem Gedankenaustausch im Restaurant Linde.
Danke Heinz und Sylvia, für die aufmerksame Wanderleitung und für eure liebe Begleitung. Wir freuen uns auf die interessanten Fortsetzungen zwei und drei dieser Trilogie!

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